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Kleinkindalter

Windelfrei, halleluja!

Windelfrei, halleluja!

Ein Jubeltag für viele Eltern: wenn der Wickeltisch auf dem Dachboden verstaut und der letzte volle Windelkübel hinaus getragen wird. Der Weg dorthin dauert aber...

Das große Windelthema beginnt in den ersten Stunden, nach der Geburt des neuen Erdenbürgers. Manche Eltern setzen auf das Abhalten, das bedeutet, das Baby in regelmäßigen Abständen und bei Erkennen von Signalen über eine Schüssel oder ein Tuch zu halten, damit es sein Geschäft verrichten kann. Funktioniert vielleicht mit den ganz Kleinen, solange man das Haus nicht verlässt, ganz gut. Aber wir haben keinen Plan, wie das funktionieren soll, wenn man mit den Kids zum Beispiel bei mäßigen Temperaturen auf einer Wanderung ist. Baby draußen ausziehen, wenn es mal muss? Wir wissen nicht so recht.

Wer über diese Methode ebenso unsicher ist, wie wir, hat dann „nur“ noch die Wahl zwischen Einweg- und Stoffwindel. Ist diese Entscheidung gefallen, läuft es meist bis auf ein paar „Ausläufer“ ganz gut. Bis der Zeitpunkt kommt, an dem die Windel Geschichte sein soll und das Kind aufs Töpfchen oder Klo gehen soll.

Erste Anzeichen

Windeln nie vergessen, Windelkübel ausleeren, Bodys über den Kopf ziehen, die etwas abbekommen haben, Krabbelkinder wickeln,... jaja die meisten Eltern haben früher oder später genug vom Windelthema. Aber allen voreiligen Eltern sei gesagt: Die Windelabgewöhnung klappt nur, wenn das Kind dazu bereit ist.

Anzeichen dafür sind:

  • Das Kind meldet, wenn es mal muss. Es nimmt es also bewusst wahr.

  • Das Töpfchen wird interessant oder Kinder wollen wissen, was Mama, Papa oder Geschwister auf dem WC machen.

  • Kinder verweigern die Windel.

  • Zurückhaltung von Stuhl oder Harn weil es ihnen zunehmend unangenehm ist, in die Windel zu machen.

So könnte es klappen

Bewusst steht hier „könnte“. Kinder sind so unterschiedlich in ihrer Entwicklung und ihrer Persönlichkeit – es gibt keinen allgemeinen Fahrplan „Wie ist das mit Kindern?“. Deshalb auch bei der Windelabgewöhnung nur Erfahrungen anderer und Instinkt.

Wessen Kind im Sommer erste Anzeichen zur Windelfreiheit macht, ist auf die Zuckerseite gefallen. Denn wenig Kleidung bedeutet schnelles Ausziehen wenn der Alarm kommt, wenn doch was passiert fällt nicht allzu viel Wäsche an und wer noch dazu das Glück hat, einen Garten zu haben, muss danach nicht mal aufwischen. Allen anderen sei gesagt: Legt euch etliche Strumpfhosen, Hosen und Lappen bereit.

Aus unserer Erfahrung haben sich zwei Herangehensweisen etabliert:

  1. Töpfchen als fixer Bestandteil

    Das bedeutet, dass der Gang zum Töpfchen oder auf das Klo in den Alltag eingebunden wird, trotzdem trägt das Kind die restliche Zeit eine Windel. Zum Beispiel nach dem Aufstehen, aufs Töpfchen, nach dem Essen – aufs Töpfchen, nach dem Mittagsschlaf – aufs Töpfchen. Natürlich wird anfangs die Windel genauso nass sein und nicht immer etwas ins Töpfchen gehen. Aber nach und nach stellt sich das Kind auf den Rhythmus ein und die siehe da, die Windel bleibt immer öfter trocken, bis sie ganz weggelassen werden kann.

  2. Auf Signale achten

    Diese Methode ist was für Mutige. Die Windel wird weggelassen, sofern es das Kind akzeptiert. (Ja, viele Kinder wollen die Windel. Sie ist ihnen vertraut und plötzlich ohne, fühlt sich ungewohnt an.) Jetzt gilt es die ganze Aufmerksamkeit dem Kind zu widmen. Manche Kinder sagen, wenn sie „lulu“ oder „kaka“ müssen, andere verstecken sich, fassen sich in den Schritt oder haben andere Angewohnheiten. Eltern kennen ihre Kinder am besten. Bei solch einem Signal, setzt man das Kind auf den Topf und WARTET. Bis jetzt sind es die Kinder gewohnt, jederzeit einzunässen und plötzlich ist alles anders. Hose runter, am Töpfchen sitzen... Da kann es schon passieren, dass vor lauter Aufregung ganz aufs Pipi vergessen wird. Dem vorangegangenen Signal nach, wissen Eltern aber, dass die Blase voll ist. Man bleibt mit dem Kind also auf dem Töpfchen (sofern das Kind möchte) und sieht zum Beispiel ein Buch an oder spielt etwas. Dann geht die Aufmerksamkeit vom Ungewohnten in etwas Vertrautes und der Töpfchengang funktioniert.

Akzeptanz, Geduld, Aufmerksamkeit und Lob

Man könnte sagen, das sind die vier Eckpfeiler der Windelabgewöhnung.

  • Akzeptieren, ob und wann das Kind bereit ist, windelfrei zu sein.
  • Geduldig an die Sache herangehen. Hoppalas passieren, trotzdem dran bleiben und dem Kind (und sich selbst) Mut zusprechen.
  • Aufmerksam beobachten. Wenn Signale vom Kind ignoriert oder übersehen werden und das Kind daraufhin nass ist, ist das ein Rückschlag für das Kind. Es fühlt sich unverstanden und es fühlt sich in der nassen Hose unwohl.
  • Loben, loben, loben. Das macht die Kinder stolz und motiviert sie in diesem Entwicklungsschritt. Kinder wollen außerdem ihr verrichtetes Geschäft anschauen. Das ist nicht ekelig, sondern gehört zur Entwicklung einfach dazu. Dann erst spült man es im WC weg.

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